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17.10.2018Senioren

Senioren Wanderweekend

UHC-Senioren: Hüttengeschichten zwischen Lenk und Gstaad 

Von Zweisimmen aus reiste die gut gelaunte Wandertruppe der UHC-Senioren an die Lenk und liess das Älplerfest links liegen. Mit dem Postauto gings weiter in Richtung Iffigenalp. Obwohl Teile der Gruppe darauf drängten bis zur Endstation zu fahren stiegen wir beim Alpenrösli aus. Die Wirtin versuchte erfolglos, uns die gute Laune zu verderben. Das Prädikat für besondere Gastfreundschaft verdient sie sich definitiv nicht. Seis drum, wir marschierten los, neben dem Iffigenfall hinauf zur Iffigenalp und ohne Einzukehren weiter an den Iffigensee. Bei wunderschönem Herbstwetter genossen wir kiloweise Proviant aus dem Rucksack und anschliessend die Ruhe am See. Vor lauter Ruhe sind ein paar glatt eingeschlafen.

Mit einigen Anlaufschwierigkeiten wanderten wir weiter bis zur Wildhornhütte (2302 müM). Hinter der SAC-Hütte genehmigten wir uns zu den letzten Sonnenstrahlen ein wohlverdientes Bier. Die Hüttenwartin Monika versteckte sich lange in der Küche, das Nachtessen war dementsprechend super. Anschliessend klebten wir uns gegenseitig lokale, nationale und internationale Persönlichkeiten an die Stirn und versuchten sie zu erraten. Herrlich, was wir alles über die Dorfprominenz erfuhren. Auch die pantomimischen Künste beim Tabu waren grossartig. Viel zu schnell wurde uns Nachtruhe befohlen. Anstelle des üblichen Scharchens wollten wir im Nachtlager leise Wimmern, aber es gelang uns nicht.

Am Sonntag wurden wir vom Winde verweht. Stibu hatte für uns ein schönes Zwischengipfeli entdeckt und wir machen uns frühmorgens auf Richtung Niesehore (2776 müM). Der Föhnsturm auf Zweieinhalbtausend Metern war aber derart heftig, dass wir uns zur Umkehr gezwungen sahen. Peschäs Tschäppu machte einen Abflug, ansonsten haben wir dieses Abenteuer aber unbeschadet überstanden. Wir marschierten über den Tungelpass und fanden in einer Alphütte ein windgeschütztes Plätzli fürs Essen. Der Abstieg zum Lauenensee war steil und das Drahtseil an einer ausgesetzten Stelle hinterliess Spuren in einigen Bürohänden. Der Föhnsturm war beim See ein angenehmes Lüftli und das Restaurant war proppenvoll. Wir ergatterten uns einen Tisch an der Sonne und bestellten drei grosse Flaschen Sinalco. Mit dem Postauto gings weiter nach Gstaad, wo wir uns von Charlys Änschu verwöhnen liessen. Prädikat besondere Gastfreundschaft, wir kommen wieder! Mit dem Zug gings zurück nach Zweisimmen und danach müde und glücklich nach Hause.

 Peter Burri



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